SOS-Oma
Was ist eine SOS-Oma?
Eine SOS-Oma unterstützt eine Familie mit dringendem Unterstützungsbedarf für einen begrenzten Zeitraum von drei, sechs oder zwölf Monaten.
Wie groß ist der Zeitumfang?
Angedacht ist ein Zeitumfang von einem Vor- oder Nachmittag die Woche, ungefähr drei Stunden.
Wo soll die Betreuung stattfinden?
Die Betreuung wird bei den Familien Zuhause oder draußen (Spielplatz o.ä.) stattfinden. Wenn gewünscht, wäre nach einer Eingewöhnung aber auch das Zuhause der SOS-Oma denkbar.
Wie läuft eine Aufnahme als SOS-Oma ab?
Interessierte melden sich bei den unten genannten Kontaktdaten und führen dann ein Kennenlern-Gespräch mit der Koordinatorin. Anschließend, wenn die organisatorischen Bedingungen (s.u.) erfüllt sind, wird ein Kennenlernen mit der Familie im Mütterzentrum stattfinden. Wenn sich alle sympathisch sind, können die Treffen selbstständig organisiert stattfinden.
Welche Bedingungen müssen erfüllt sein?
Es muss ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt werden. Dieses beantragen wir gemeinsam vor der Vermittlung. Außerdem darf gerne an einem Wunschgroßeltern-Seminar teilgenommen werden, wo verschiedene Punkte zum Thema Kinderbetreuung und Umgang mit einer Familie besprochen werden.
Was passiert, wenn es nicht passt?
Bei dem Programm kann jederzeit Kontakt zur Koordinatorin aufgenommen werden, wenn etwas nicht stimmt. Wenn Menschen aufeinandertreffen, spielen immer viele Faktoren eine Rolle und manchmal passt es einfach nicht. Das ist dann zwar schade, aber völlig verständlich. Gemeinsam mit der Koordinatorin wird besprochen, wie es weiter gehen soll. Wenn gewünscht, ist eine erneute Vermittlung mit einer anderen Familie möglich, aber auch ein Aussteigen aus dem Projekt ist jederzeit möglich.
Wie unterscheidet sich eine SOS-Oma von einer Wunschgroßmutter?
Bei einer Wunschgroßmutter bzw. Wunschgroßeltern ist der große Unterschied, dass die Verbindung auf eine langfristige Beziehung ausgelegt ist. Die SOS-Oma ist wirklich nur für den vereinbarten Zeitraum mit einer Familie verbunden.
Was passiert nach dem Ablauf des SOS-Zeitraums?
Nach Ablauf des zuvor vereinbarten Zeitraums (6 oder 12 Monate) wird ein kurzes Gespräch mit der Koordinatorin geführt. Die Möglichkeiten sind ganz individuell: Endet die Beziehung zu der jeweiligen Familie, geht die SOS-Oma wieder über in die Kartei. Sie steht nun wieder zur Auswahl für eine weitere Vermittlung als SOS-Oma. Oder aber die SOS-Oma hat in der Zeit festgestellt, dass dieses Projekt nicht das Richtige für sie ist und entscheidet, nicht mehr in der Kartei bleiben zu wollen. In diesem Fall scheidet sie aus dem Projekt aus.
Ist das nicht traurig für die Familien, wenn das Projekt ausläuft?
Im Mütterzentrum/MGH melden sich wöchentlich mehrere Familien, die Unterstützung suchen. Natürlich ist es traurig für die Familien, wenn eine gut funktionierende Unterstützungsform nach ein paar Monaten wieder weg bricht. Aber auf diese Art hatten sie überhaupt für ein paar Monate Unterstützung, in denen ihnen vielleicht auch über die schlimmste Phase hinweg geholfen wurde.
Bei Interesse, SOS-Oma zu werden, senden Sie bitte eine unverbindliche Email an: wunschgrosseltern@muetterzentrum-braunschweig.de
oder rufen Sie an unter: 0531-89 54 50